Selbst wenn man dieser Division Vorrang vor anderen Einheiten gibt, würden sich durch diese Priorisierung mangelnde Ressourcen für andere Einheiten der Bundeswehr ergeben. Außerdem sei die Bundeswehr trotz des von der Regierungs bereitgestellten Sondervermögens von 100 Milliarden Euro fortgesetzt unterfinanziert. Die mangelnden finanziellen Mittel würden weiterhin zu einer deutlich spürbaren Herabsetzung der Einsatzbereitschaft des Heeres führen. Außerdem fordert der General ein Augenmerk auf die Sicherstellung von ausreichenden Munitionsvorräte. Aktuell könne sich die Bundeswehr nicht wie von der NATO vorgeschrieben 30 Tage lang mit der vorhandenen Munition verteidigen. Schon nach wenigen Tagen wären die Munitionsreserven der Bundeswehr aufgebraucht. Besonders groß sei das Defizit bei den Panzerdivisionen, die zur Vollaustattung vom Nachschub der Industrie abhängig wären. Bis 2027 hat die Bundeswehr der NATO auch eine Panzerdivision zugesagt, die angesichts der aktuellen Lage bis dahin wohl nicht ausreichend mit Großgerät ausgestattet sein wird, wie Mais in seinem Schreiben ankündigt. Um die schlimmsten Szenarien zu verhindern, fordert der Bundeswehrgeneral deshalb eine deutliche Erhöhung des Wehretats. Bleibt zu hoffen, dass man bei der Bundeswehr noch rechtzeitig die Kurve bekommt.