Bereits seit einiger Zeit trainieren russische und belarussische Einheiten zusammen. Nun sollen die belarussischen Soldaten auch im Umgang mit taktischen Atomwaffen geschult werden, wie die Regierungen in Moskau und Minsk schon am vergangenen Dienstag mitgeteilt hatten. Spätestens bis Anfang Juli sollen die Waffen dann von Russland in die Nähe der polnischen Grenze verlegt werden. Außerdem sei bereits ein Waffensystem bestehend aus Hyperschallraketen vom Typ Iskander-M an die belarussischen Streitkräfte übergeben worden sein, wie der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu bestätigt. Zuletzt waren Fotos von belarussischen Soldaten veröffentlicht worden, die in russische Flugzeuge einsteigen. Allem Anschein nach sollen diese Männer im Umgang mit den Iskander-Raketen geschult werden. Lukaschenko hatte die Stationierung dieser Waffen allerdings bereits vor dem Start des Konflikts in der Ukraine gefordert und deshalb auch die Verfassung des Landes geändert. Damit rücken Russlands Atomwaffen näher an Europa heran. Nach Meinung des EU-Außenbeauftragten Joseph Borrell sei Putins nukleares Pokerspiel eine Bedrohung für ganz Europa.