Seit langer Zeit sieht China den Inselstaat Taiwan als abtrünnige Region. Dort will man jedoch unbedingt unabhängig bleiben. Trotzdem bereitet der chinesische Staatspräsident Xi Jingping (69) das eigene Land und den Rest der Welt rhetorisch bereits auf einen Krieg gegen den Inselstaat vor. Militärexperten sind sicher, dass die Chinesen dieses Vorhaben irgendwann in die Tat umsetzen werden. Die Frage sei nicht ob es zur Konfrontation kommt, sondern viel mehr wann dies geschehen wird - ist es vielleicht jetzt schon so weit?
Zuletzt hatte der chinesische Ministerpräsident Li Keqiang von einer Wiedervereinigung gesprochen und erklärt, das China die friedliche Entwicklung auf beiden Seiten der Taiwanstraße fördern müsse. Gleichzeitig hatte sich der chinesische Politiker gegen den Separatismus in Taiwan und das Streben nach einer offiziellen Unabhängigkeit der Insel ausgesprochen. Nun hat die chinesische Armee wieder einmal eine dreitägige Militärübung rund um die Insel angeordnet. Nach Angaben von chinesischer Seite, soll es sich bei dem Manöver um eine Warnung an die Separatisten handeln, wie ein Sprecher der chinesischen Volksbefreiungsarmee am Samstag mitteilte. An dieser Übung sollen Kampfjets, Bomber und Raketenschnellboote teilnehmen. Wie das taiwanesische Verteidigungsministerium mitteilte, hätte man bei der chinesischen Übung 42 Flugzeuge und 8 Kriegsschiffe identifiziert. Bei dem Manöver seien insgesamt 29 chinesische Flugzeuge in die Luftverteidigungszone Taiwans eingedrungen.