Die Angebote für Friedensgespräche in den letzten Tagen werden immer mehr - gibt eine echte Chance auf Frieden? Zahlreiche Militärexperten erwarten in den kommenden Wochen eine massive Gegenoffensive der Ukraine, um von den Russen besetzte Gebiete im eigenen Land zurückzuerobern. Gleichzeitig signalisiert die Regierung in Kiew Gesprächsbereitschaft über die Krim. Dies allerdings nur unter einer Bedingung. Hier Selenskyjs Angebot:
Wie die ukrainische Führung in Kiew verlauten lässt, sei mal nach einem erfolgreichen Verlauf einer Gegenoffensive durchaus bereit mit Russland über die Krim zu verhandeln. “Wenn wir auf dem Schlachtfeld erfolgreich sind und dort unsere strategischen Ziele erreichen und dadurch bis an die Verwaltungsgrenzen der Krim kommen, werden wir diplomatische Schritte unternehmen um die Sache zu bereden“, erklärte jetzt Andrij Sybiha, der stellvertretende Chef des Präsidentenbüros in Kiew. Zuvor hatte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj Verhandlungen mit Russland wie schon zuvor abgelehnt, solange sich noch Soldaten der russischen Armee auf ukrainischen Staatsgebiet befinden. In dieser Aussage ist allerdings die von Russland besetzte Halbinsel Krim ebenfalls eingeschlossen. Die Äußerungen von Sybiha sind der erste diplomatische Vorstoß in langer Zeit. Die Verhandlungen über einen Waffenstillstand zwischen Russland und der Ukraine waren vor gut einem Jahr erfolglos abgebrochen worden. Damals seien die Gespräche beendet worden, nachdem die Kriegsverbrechen der russischen Armee in der Ortschaft Butscha aufgedeckt worden waren.