Allerdings wäre es keine Überraschung, wenn auch bei den Söldnern der Zorn über die Regierung in Moskau ansteigen würde. Denn mittlerweile scheinen sich zu mindestens einige der Kämpfer von der militärischen Führung und der russischen Regierung in Moskau verheizt und hintergangen zu fühlen. In den letzten Wochen hatte Söldner-Chef Prigoschin immer wieder den Mangel von Waffen und Munition angeprangert, weil die Logistik der russischen Armee seiner Ansicht nach nur ungenügend funktioniert. Ein weiterer Punkt also, der die Männer durchaus darüber nachdenken lassen könnte, auf die Seite der Ukraine überzuwechseln. Außerdem waren zuletzt Überlegungen angestellt worden, die Söldner aus der Ukraine abzuziehen und sich stattdessen mehr auf dem afrikanischen Kontinent zu engagieren, wo die Söldner vor allem in Bürgerkriegsgebieten für den Schutz von Minen und Bergwerken eingesetzt werden. Man muss sich also überraschen lassen, wie sich die Situation weiter entwickeln wird.