Und auch die NATO profitiert vom Beitritt Finnlands. Denn das Land gibt schon seit Jahren deutlich mehr als die vom westlichen Militärbündnis geforderten 2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts für die Verteidigung aus. Zahlreiche Mitgliedsländer der NATO erreichen diesen Richtwert zurzeit nicht. Die finnischen Streitkräfte bestehen aktuell aus 24.000 Soldaten. Dazu kommen noch einmal 238.000 Reservisten. Zum Schutz der langen Grenze zu Russland verfügt das finnische Militär über 100 Kampfpanzer vom Typ Leopard 2A6 und mehrere Hundert Artilleriegeschütze. Man kann sagen, das die Finnen über eine gut ausgebildete Reservearmee verfügen was und außerdem als eines der wenigen Länder in Europa weiterhin auf die Wehrpflicht setzen. Zudem bringt Finnland 166 militärische Flugzeuge in die NATO ein, von denen 62 Kampfjets sind. Außerdem hat man aktuell noch einmal 30 hochmoderne Kampfjets vom Typ F-35 in Amerika bestellt. Zukünftig wird Finnland also einen entscheidenden Beitrag zur Überwachung des Luftraums ganz in der Nähe der russischen Grenze leisten. Auch die finnische Marine ist nicht zu verachten und verfügt über zahlreiche Schiffe um die Seeüberwachung in der Ostsee zu unterstützen. Lediglich U-Boote fehlen im Bestand der Skandinavier. Wladimir Putin dürfte sich also ziemlich ärgern, dass er die Finnen praktisch selbstverschuldet in die Arme der NATO getrieben hat.