Ja, zumindest wenn man ein eingefleischter Fan der Dortmunder "Tatort"-Filme rund um Hauptkommissar Faber ist. Einmal mehr wird die dunkle Vergangenheit von Faber beleuchtet. Der Konflikt mit Graf wirkt in manchen Nuancen vielleicht ein wenig inszeniert, aber der Krimi macht dennoch durchaus Spaß, ist spannend, stringent aufgebaut und fesselt den Zuschauer bis zuletzt an das TV-Gerät - inklusive würdigem Finale.
Was dem Film allerdings nicht ganz gelingt, ist Zuschauer abzuholen, die die Vorgeschichte nicht mehr so präsent vor Augen haben. Zu wenig wird erklärt, wer dieser Graf überhaupt ist, was er mit Faber zu tun hat und warum er ihn in den Selbstmord treiben möchte. Um den Fall wirklich genießen zu können, sollte man die Leidensgeschichte Fabers parat haben. Außerdem muss man über den ein oder anderen Logikfehler hinwegsehen. Hollywood-Filmen verzeiht man das, wieso also nicht auch mal einem "Tatort".