Zwei weitere Zeuginnen belasten Harvey Weinstein schwer

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Zwei weitere Zeuginnen belasten Harvey Weinstein schwer

Stars (2 / 1) 31.01.2021 00:33 / Günter Symbolbild lev radin/Shutterstock.com


Vor Tarale Wulff machte Dawn Dunning (40) ihre Aussage. Sie erzählte den Geschworenen, sie habe Weinstein im Jahr 2004 kennengelernt. Damals arbeitete sie als Cocktail-Kellnerin in einem Nachtclub und wollte nebenbei ihre Schauspielkarriere vorantreiben. Sie habe Weinstein ihre Nummer gegeben, da er ihr angeboten habe, ihr zu helfen. Kurze Zeit später sei es zu einem Treffen in einer Hotelsuite gekommen. Sie hätten zusammen auf einem Bett gesessen und sich zunächst professionell unterhalten, ehe er übergriffig geworden sei.

Weinstein soll eine Hand unter ihren Rock geschoben und versucht haben, ihren Genitalbereich zu streicheln. "Ich erstarrte für eine Minute und stand dann auf", so Dunning. "Er sagte mir, ich solle keine große Sache daraus machen. Er entschuldigte sich, sagte, dass es nicht wieder passieren würde." Sie habe sich selbst eingeredet, es sei ein einmaliger Ausrutscher gewesen. Deswegen habe sie Weinstein wenige Wochen später erneut getroffen.

In einem Hotel in Manhattan wollten sie Filmprojekte besprechen. Dort soll Weinstein sie zu einem Dreier mit seiner Assistentin gedrängt haben. Doch Dunning protestierte und verließ fluchtartig das Zimmer. Sie habe niemanden von den Vorfällen erzählt. "Ich habe mich geschämt. [...] Ich wollte kein Opfer sein." Außerdem habe sie nicht gewusst, ob dieses Verhalten kriminell sei.

Die Staatsanwaltschaft ruft mehrere mutmaßliche Opfer in den Zeugenstand, auch wenn deren Fälle nicht strafrechtlich verfolgt werden. Weinstein steht wegen der Vorwürfe von Produktionsassistentin Miriam "Mimi" Haley und der Schauspielerin Jessica Mann vor Gericht. Er soll sie vergewaltigt haben. Weinstein streitet die Vorwürfe ab. Der Prozess soll noch bis Anfang März andauern. Bei einer Verurteilung droht Weinstein eine lebenslange Haftstrafe.