Allerdings gibt es auch Personen, die anderer Ansicht sind. Einer dieser Personen ist Axel Kwet, Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde aus Salzhemmendorf. Dieser argumentiert, dass ein komplettes Verbot auch die verantwortungsvollen Halter exotischer Haustiere betreffen würde. Nach seiner Ansicht sei jedoch die private Haltung exotischer Tiere auch ein Beitrag zum Artenschutz. Statt eines kompletten Verbots fordert Kwet daher, für die Haltung exotischer Tiere im Vorfeld eine entsprechende Bescheinigung zu beantragen. Dies sei seiner Meinung nach eine Art Führerschein der Sachkunde, mit denen die Besitzer ihre Befähigung nachweisen. Dies sollte auch für Hunde und Katzen eingeführt werden. Nach Aussage des Stuttgarter Zoodirektors Michael Kölpin sei beispielsweise die Haltung einer Vogelspinne oder einer Kornnatter viel einfacher, als dies bei Hunden und Katzen der Fall sei. Die Einführung eines solchen Nachweis könnte zudem dazu dienen, Spontankäufe exotischer Tiere oder deren Anschaffung aus modischen Gründen zu verhindern. Man darf gespannt sein, welche Regelung für dieses Thema letztendlich gefunden wird.