Das denkt Bill Mockridge über das Ende der "Lindenstraße"

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Das denkt Bill Mockridge über das Ende der "Lindenstraße"

Stars (1 / 1) 29.01.2021 00:33 / Angela Symbolbild Viktor Strasse/Tobis


Der Schauspieler im Interview

Vor vielen Jahren starb Schauspieler Bill Mockridge (72) in der ARD-Serie "Lindenstraße" den Serientod. "Das war damals sehr interessant", erinnert er sich im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news zurück. Außerdem erklärt er, wie er über das Ende der Serie denkt, wie das Wiedersehen mit seiner ehemalige Kollegin Marie-Luise Marjan (79) bei den Dreharbeiten zu "Die Heinzels - Rückkehr der Heinzelmännchen" war und welche Serien er als "Serien-Junkie" gerade kuckt.

Wie kam es dazu, dass Sie nach längerer Zeit wieder eine Synchronrolle übernommen haben?

Bill Mockridge: Es stimmt, das mache ich nicht allzu oft, weil mir einfach die Zeit dafür fehlt. Bei den "Heinzels" mache ich eine Ausnahme. Ich spreche den alten, weisen Heinzel. Da sich die Macher keine andere Stimme als meine vorstellen konnten, konnte ich nicht nein sagen.

Sie sind in Kanada geboren und aufgewachsen, kannten Sie die Heinzelmännchen überhaupt?

Mockridge: Da werden nicht meine Kindheitserinnerungen wach, aber meine Kinder haben die Mainzelmännchen im ZDF angesehen. Ich bin das erste Mal mit den Heinzelmännchen in Berührung gekommen, als ich Deutsch gelernt habe und in einer WG wohnte. Wir hatten eine Party gefeiert und am nächsten Tag war alles sauber. Ich bin gegen Mittag aufgestanden und habe verblüfft nachgefragt, wie das so schnell passieren konnte. Als Antwort kam: Das waren wohl die Heinzelmännchen. Da wurde mir erklärt, dass das so kleine Männlein sind, die unter der Erde wohnen und immer, wenn es etwas zu tun gibt, kommen sie nachts heraus und erledigen die Sachen.

Auch Ihre ehemalige "Lindenstraße"-Kollegin Marie-Luise Marjan hat eine Synchronrolle in "Die Heinzels" übernommen. Wie war Ihr Wiedersehen?

Mockridge: Das war sehr schön und lustig. Ich finde die Figur, die sie spricht, auch super lustig. Diese fröhliche, dicke, pinke Frau, die immer nur Kuchen essen will. Das hat sie großartig gemacht.

Wie haben Sie reagiert, als Sie vom Ende der "Lindenstraße" erfahren haben?

Mockridge: Ich war todtraurig. Ich fand das wirklich sehr, sehr schade. Vielleicht ist nach 35 Jahren die Geschichte über ein Mietshaus in der Lindenstraße wirklich auserzählt. Das Leben geht weiter und es werden neue Geschichten erfunden. Trotzdem ist es ein ganz großes Stück Fernsehgeschichte und wenn das zu Ende geht, ist das sehr traurig.

Haben Sie die "Lindenstraße" nach Ihrem Ausstieg weiter verfolgt?