Der neue "Tatort" stammt aus der Feder von Holger Joos (48), der das Thema Amoklauf in München aufgreift. Dabei hatte er eine ganz bestimme Geschichte im Kopf: "'Unklare Lage' ist der Versuch die Abläufe eines solchen Tages unmittelbar und möglichst realistisch aus Sicht unserer Kommissare zu erleben. Wir begleiten sie auf ihrer nervenaufreibenden Polizeiarbeit, spüren ihren Stress einer sich ständig wechselnden Lage", erklärt Joos dem Bayrischen Rundfunk. Deshalb sei es ein "extremer 'Tatort'".
Das Besondere: "Unklare Lage" handle "nicht von der Aufarbeitung eines Verbrechens, es geht nicht um das 'Warum' der Tat, sondern erzählt von der schier unlösbaren Aufgabe in einer solchen Situation die richtigen Entscheidungen zu treffen, um eine drohende Gefahr abzuwenden", so Joos weiter. Genau das macht das Drehbuch so spannend und zieht den Zuschauer in seinen Bann.
4. Woher kennt man Stefan Scheuer?Stefen Scheuer ist am Boden zerstört, als er die Meldungen hört: Sein Sohn hat einen Fahrkartenkontrolleur erschossen und soll obendrein eine Bombe gebaut haben. Die Figur wird von Schauspieler Martin Lindow (55) verkörpert, der "Tatort"-Liebhabern kein Unbekannter sein sollte. Lindow absolvierte seine Ausbildung an der Essener Folkwang Schule und steht seit Ende der 80er Jahre auf der Theaterbühne.
Daneben sahnte er einige TV- und Filmrollen ab. Große Erfolge feierte er in den 90ern als Provinzpolizist Sigi Möller in der Krimiserie "Polizeiruf 110". Für die Folge "1A Landei" erhielt er 1996 sogar den Adolf-Grimme-Preis. Danach folgten einige "Tatort"-Krimis - zuletzt war er 2019 als Pastor Johann Flemming in "Tatort: Borowski und das Haus am Meer" zu sehen.