Gar nicht einverstanden mit einer solchen Lösung ist offenbar CDU-
Außenexperte Norbert Röttgen (57). Denn mit den Verhandlungen würde nicht nur Putin gewinnen, sondern dies könnte nach Meinung von Röttgen zu einem dauerhaften Unfrieden in Europa führen. Denn eine wirklich harte Sicherheitsgarantie, wie eine Aufnahme der Ukraine in die NATO als vollwertiges Mitglied will der Westen dem Land noch immer nicht gewähren. Deshalb wäre die Ukraine auf Dauer Russland ausgeliefert. Deshalb hofft Röttgen darauf, das Bundeskanzler Olaf Scholz die angeblichen Pläne zu Verhandlungen öffentlich dementiert. Bislang jedoch wurde diese Meldung von keiner der 3 Seiten dementiert. Andererseits ist Militär-Experte Carlos Masala von der TU der Bundeswehr in München der Ansicht, dass es aus Moskau keinerlei Anzeichen gebe, die auf eine mögliche Verhandlungsbereitschaft von Wladimir Putin schließen lassen. Deshalb sei der Vorschlag für Verhandlungen im Augenblick nicht sehr erfolgsversprechend. Trotzdem glaubt Masala, dass die angedachte Lösung, die Ukraine zu einer Art Israel in Europa werden zu lassen, durchaus realistisch ist. Während sich jedoch das Wort Friedensverhandlungen aus europäischer Sicht gut anhört, wird dies wohl von der Regierung in Moskau als Schwäche des Westens ausgelegt werden.