Für den Fall, dass die Ukraine den Friedensverhandlungen mit Moskau zustimmt, verpflichtet sich die NATO zur Lieferung moderner Waffen und Munition, um die Ukraine so vor zukünftigen Aggressionen von russischer Seite zu schützen. Einen solchen Plan hatte in der vergangenen Woche der britische Premierminister Rishi Sunak ausgearbeitet. Dieser Plan soll angeblich auch bei einem Treffen der NATO im Sommer dieses Jahres diskutiert werden. Im Gegenzug könnte die Ukraine Zugang zur Waffentechnologie der NATO erhalten und würde in etwaige Lieferketten integriert werden. Ein Beitritt zur NATO oder die Stationierung von NATO-Soldaten auf ukrainischem Staatsgebiet soll es dagegen nicht geben. Auch der Bündnisfall nach Art. 5 würde für die Ukraine dann nicht gelten. Bislang hatte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj Gespräche mit Russland über einen Frieden abgelehnt, solange russische Soldaten ukrainischen Staatsgebiet besetzt halten. Ein weiterer wichtiger Punkt ist für die ukrainische Seite die strafrechtliche Verfolgung russischer Kriegsverbrechen während des Angriffskriegs in der Ukraine.