Deshalb zeigte man sich von Seiten des Unternehmens enttäuscht über das Scheitern der Verhandlung. “Ver.di hat die historische Chance verspielt die Zukunft der Deutschen Post in Deutschland zu sichern“, verdeutlicht Personalvorstand Thomas Ogilvie. Mit dem an die Arbeitnehmer unterbreiteten Angebot sei man nach seinen Angaben bis an die Grenze des finanziell Machbaren gegangen. Von Seiten der Gewerkschaft Ver.di hingegen kritisierte die stellvertretende Vorsitzende Andrea Kocsis, dass das Angebot der Post deutlich von den Forderungen der Gewerkschaft entfernt gelegen hatte. In diesem Zusammenhang verwies Kocsis auf die niedrigen Gehälter vieler Postbeschäftigten. 90 Prozent der Mitarbeiter seien in Entgeltgruppen untergebracht bei denen das Monatsgehalt bei 2.109 bis 3.090 Euro liege. Genau diese Arbeitnehmer seien besonders von der Inflation betroffen, da die Erhöhung im vergangenen Jahr lediglich bei 2 Prozent gelegen habe. Nach Kocsis Meinung sein die Deutsche Post als Arbeitergeber nicht bereit gewesen, die Reallohneinbußen aller Beschäftigten auszugleichen. Das von der Post vorgelegte Angebot würde für viele Mitarbeiter weitere Verluste beim Reallohn bedeuten.