Machen wir es jetzt wie Trump? Durch zahlreiche Flüchtlinge aus Afrika und den Balkanstaaten kommen einzelne Länder in Europa an die Grenze ihrer Belastbarkeit. Nun fordert der österreichische Bundeskanzler Karl Nehammer (50, ÖVP) als erster Regierungschef in der Europäischen Union einen knallharten Schutz an den europäischen Außengrenzen, um weitere Migration in die EU zu verhindern - ziehen wir eine Mauer um Europa?
Nach Ansicht von Nehammer seien physische Infrastrukturen und Barrieren notwendig, um die Außengrenzen der EU vor illegalen Migranten zu schützen. Damit setzt sich der österreichische Politiker offen für den Bau von Mauern und Zäunen ein. Mit dieser Maßnahme will Nehammer den europäischen Reiseverkehr ohne Grenzkontrollen aufrecht erhalten. Andernfalls müssten laut Nehammer in den einzelnen europäischen Ländern wieder verstärkte Grenzkontrollen vorgenommen werden. Der österreichische Politiker ist der Auffassung, dass sich Europa erneut in einer Flüchtlingskrise befindet, bei der so schnell wie möglich gehandelt werden müsse. Dies erklärte Nehammer nur einen Tag vor der Sitzung des EU-Sonderrats zur Migrationspolitik, die am Donnerstag und Freitag in Brüssel geplant ist. Wie Nehammer verdeutlicht, sei der Schutz der EU-Außengrenzen kein Wunsch, sondern eine Notwendigkeit. Wenn die EU nämlich nicht in der Lage sei ihre Außengrenzen ordentlich zu schützen, dann könnten die Migranten fast problemlos den gesamten EU-Raum ohne Kontrollen durchqueren. Deshalb forderte der österreichische Politiker finanzielle Mittel für den Bau von Zäunen und Mauern.