Modische Mimose: So wäscht man Seide am besten

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Modische Mimose: So wäscht man Seide am besten

Stars (1 / 1) 21.01.2021 00:33 / Günter Symbolbild Image Press Agency/ImageCollect


Sensibler Stoff

Seide ist eine Naturfaser, die aus dem Kokon der Seidenraupe gewonnen wird. Ähnlich wie das menschliche Haar reagiert die Faser sehr empfindlich auf Hitze und Chemikalien - besonders in nassem Zustand. Deshalb ist beim Waschen, Trocknen und Bügeln Vorsicht geboten. Entgegen der Meinung, Seide ließe sich nur chemisch reinigen, kann man Produkte aus diesem Stoff per Handwäsche reinigen, ohne die Seide zu schädigen.

Waschen

Dafür die Seide drei bis fünf Minuten in lauwarmem Wasser einweichen. Handelt es sich um dunkle oder bedruckte Seide, nur kurz in kaltem Wasser waschen und nicht einweichen. Außerdem sollten keine normalen Waschmittel verwendet werden, da diese Bleiche enthalten. Die entfernt nicht nur Flecken, sondern greift auch die Proteinfasern der Seide an. Die Folge: Der Stoff wird matt, brüchig und rau. Am besten eine milde Seife oder ein spezielles Seidenshampoo verwenden. Echte No-Gos sind Wollwaschmittel und Haarshampoos, da sie rückfettend wirken und die Seide speckig werden lassen.

Trocknen

Nach maximal fünf Minuten im Handbad kann das Kleidungsstück mit kaltem Wasser unter Hinzugabe eines Teelöffels Weinessig ausgespült werden. Der Weinessig entfernt sämtliche Seifen- und Kalkrückstände. Da die Seide in nassem Zustand äußerst empfindlich ist, darf sie nicht ausgewrungen werden. Stattdessen rollt man sie in ein Handtuch ein und drückt das Wasser so sanft heraus. Danach die Seide flach ausrollen und an den Ecken leicht geradeziehen.

Zum Trocknen wird die Seide auf einen gepolsterten Kleiderbügel gehängt oder auf einem Wäscheständer ausgebreitet. Wichtig: Niemals Wäscheklammern verwenden, denn die zerstören den nassen Faserstoff und hinterlassen hässliche Druckstellen.