Die vom Westen beschlossenen Sanktionen gegen Russland wegen des Einmarsches russischer Truppen in der Ukraine scheinen eine immer verheerendere Wirkung auf die russischen Staatsfinanzen zu haben. Um die Lücken auf der Einnahmenseite zu schließen, muss der Kreml nun Teile seine ausländischen Währungs- und Goldreserven verkaufen. Vor allem Gold werfen die Russen zum Teil nun tonnenweise auf den Markt - ist Putin bald pleite?
Aus dem Finanzministerium in Moskau wird bestätigt, dass das Land 3,6 Tonnen Gold verkaufen musste. Außerdem wurden chinesische Devisen im Wert von etwa 309 Milliarden Euro verkauft. Der russische Staatshaushalt weist im Augenblick ein Defizit von 23 Milliarden Euro auf. Dies ist die Folge der westlichen Sanktionen, die den Verkauf von russischem Gas und Öl um 46 Prozent geschmälert haben. Außerdem sind die Staatsausgaben im selben Zeitraum um über 59 Prozent auf 40 Milliarden Euro angestiegen. Dieser Kostenanstieg hängt direkt mit dem Überfall auf die Ukraine zusammen, auch wenn vom russischen Finanzministerium keine Gründe für den extremen Anstieg der Staatsausgaben genannt wurden. Die Sanktionen der russischen Produkte im Westen zeigen also doch Wirkung. Internationale Experten sind davon überzeugt, das der Verkauf ausländischer Währungen durch die russische Regierung nun den Wert des Rubel beeinflussen und so die Einnahmen durch Exporte weiter schmälern werden.