Von der Bundesregierung gibt es bisher keine Reaktion auf den Zwischenfall in den USA oder die daraus resultierenden Forderungen. Anfang des Jahres hatte Thomas Haldenwang, Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, gegenüber der Deutschen Presse-Agentur allerdings betont, dass unter anderem Nachrichtendienste aus China in Deutschland erhebliche Aktivitäten entfalten würden. Kritik an Chinas gibt es auch auf EU-Ebene. So betonte EVP-Chef Manfred Weber im Gespräch mit dieser Redaktion, dass das Verhalten der chinesischen Führung immer aggressiver werde. "Die neuen offensichtlichen Spionageaktionen Chinas gegenüber den USA geben Grund zur Sorge", so Weber weiter. Der Westen stehe in einem "gewaltigen Systemwettbewerb" mit China und müssen seine Kräfte bündeln. Dafür forderte Weber einen engeren Schulterschluss zwischen den USA, der EU und weiteren Verbündeten. Die EU-Staaten müssten sich zudem auf eine gemeinsame China-Strategie einigen.