Einen wichtigen Vorteil hat der Chef der Söldnergruppe Wagner bereits auf seiner Seite. Er ist angeblich immer ganz in der Nähe der Front bei seinen Soldaten zu finden, während Putin bisher keinen Besuch bei den Truppen der russischen Armee absolviert hat. Außerdem versteht es Prigoschin die an der Front kämpfenden Soldaten auf seine Seite zu ziehen. So hatte Prigoschin zuletzt folgende Aussage gemacht: “Die Jungs an der Front haben mich gebeten den Entscheider in Moskau mitzuteilen, dass es schwer ist, die Probleme der einfachen Soldaten an der Front zu verstehen, wenn man davon in einem warmen Büro in Moskau hört. Unterdessen werden an der Front die Leichen von Freunden weggeschleppt und über dringende Probleme wie fehlende Lieferungen von Nachschub diskutiert.“ Deshalb hatte der Söldnerchef auch den Oberbefehlshaber der russischen Streitkräfte, Valery Gerassimow, öffentlich attackiert. Offenbar scheint es tatsächlich nur eine Frage der Zeit zu sein, bis Prigoschin dem russischen Präsidenten Wladimir Putin richtig gefährlich werden könnte.