Deutschland verschenkt seinen Strom ins Ausland während wir horrende Stromkosten zahlen!

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Deutschland verschenkt seinen Strom ins Ausland während wir horrende Stromkosten zahlen!

News (1 / 1) 03.01.2023 06:06 / Peter Symbolbild imago


Wie bitte? Diese Entwicklung ist für viele Bundesbürger kaum nachvollziehbar. Gerade erst am Sonntag hatten zahlreiche Energieversorger die Preise für Strom um bis zu 60 Prozent erhöht. Wie das Vergleichsportal Verivox bestätigt, müssen Neukunden nun meist 0,44 Euro pro Kilowattstunde zahlen. Und während viele Menschen sparen, um sich die hohen Stromkosten leisten zu können, wird an der Strombörse in Leipzig deutscher Strom quasi ins Ausland verschenkt. Wie kann das sein? Hier alles, was Sie wissen müssen:

Nachbarländer bekommen sogar Geld für deutschen Strom

An Neujahr hatten sich nämlich viele Unternehmen aus europäischen Nachbarländern mit Strom eingedeckt und bekamen dafür sogar noch Geld geschenkt. Denn fast ein Viertel der Produktion des Stroms wurde nach Belgien, Österreich und Dänemark verkauft. Dafür bekamen die ausländischen Stromkunden sogar noch Zahlungen von rund 0,05€ pro Kilowattstunde. Während Stromkunden in Deutschland unter den hohen Kosten ächzen, bekommen Käufer aus dem Ausland das Geld noch hinterhergeworfen. Dafür soll eine außergewöhnliche Konstellation verantwortlich gewesen sein. Wegen des stürmischen Wetters hatten die 30.000 Windräder in Deutschland deutlich mehr Strom produziert als normal. Dies sorgte für einen Preissturz an der Börse, der allerdings lediglich von Industriekunden und Versorgern im In- und Ausland ausgenutzt werden konnte. Für die Betreiber der Windanlagen ist dies kein Problem, da sie entschädigt werden, wenn es zu solchen Situationen kommt. Im Jahr 2021 wurden für dieses Konzept 807 Millionen Euro ausgeschüttet. Laut Strompreise-Experte Henrik Sommer sei die Situation an Neujahr außergewöhnlich gewesen, weil ein großes Angebot auf niedrige Nachfrage getroffen war, weil viele Unternehmen und Industrien über Neujahr geschlossen geblieben waren.