Eine Sprecherin des Innenministeriums hat sich nun zu dem Fall geäußert und auf den Verfassungsschutzbericht verwiesen. Außerdem teilte sie mit, dass man sich nicht zu den organisatorischen Einzelheiten der Arbeit des Verfassungsschutzes äußern werde. FDP-Politiker und Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki wirft der Innenministerin Nancy Faeser nun vor, die Schwerpunkte der Arbeit des BND falsch gesetzt zu haben. “Während Jäger und Sportschützen schärfer überprüft werden, können russische Spione in Deutschland offenbar schalten und walten wie sie wollen“, kritisierte Kubicki. Auf jeden Fall erscheint der Spionage-Skandal auch vor einem weiteren Punkt ziemlich unglücklich. Denn erst im Jahr 2017 war der Bereich Spionageabwehr personell und organisatorisch deutlich aufgerüstet worden. Trotzdem konnte ein Spion beim BND offenbar eine ganze Zeit lang unentdeckt bleiben.