Droht das E-Auto aus? Tesla-Fahrer verkaufen ihre Autos - Was steckt hinter der massiven Verkaufswelle?

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Droht das E-Auto aus? Tesla-Fahrer verkaufen ihre Autos - Was steckt hinter der massiven Verkaufswelle?

Lifestyle (1 / 1) 29.12.2022 19:24 / Günter Symbolbild imago


Eigentlich galten Elektroautos als Transportmittel der Zukunft. Doch im August 2022 waren etwa ein Drittel aller in diesem Jahr gekauften Tesla-Fahrzeuge bereits wieder zum Weiterverkauf angeboten worden. Doch nun will offenbar niemand mehr die Elektrofahrzeuge kaufen. Ist das bereits das Ende des E-Autos - und, was steckt hinter der Verkaufswelle?

Nachfrage nach Elektrofahrzeugen nimmt ab

In den vergangenen Jahren war die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen groß. Zum Teil war das Geschäft so gut gelaufen, dass die Wartezeiten in Europa und den USA auf die Lieferung des bestellten Fahrzeugs ziemlich lang waren. Dies hatte dazu geführt, das auch die Nachfrage nach gebrauchten Elektrofahrzeugen relativ hoch war. Häufig war es sogar möglich, ein gerade erst geliefertes Elektrofahrzeug sofort mit Gewinn weiterzuverkaufen. So sollen zum Teil sogar Fahrzeughändler in Deutschland Fahrzeuge mit einem Alter von bis zu einem halben Jahr fast zum Neupreis zurückgekauft haben, um diese dann in verschiedenen Ländern von Skandinavien zu besseren Preisen zu verkaufen. Die Käufer der Fahrzeuge in Deutschland konnten so den Umweltbonus kassieren und hatten so ebenfalls ein Geschäft gemacht. Um solche nicht gewollten Geschäfte zu verhindern, hat die Bundesregierung nun den Umweltbonus für 2023 an eine höhere Mindesthaltedauer gebunden. Zuletzt jedoch war ein starker Preisverfall bei den gebrauchten Teslas ersichtlich geworden. Dies zeigen aktuelle Daten der Branche, die auch der Nachrichtenagentur Reuter vorliegen. Offenbar sollen viele Kunden die Fahrzeuge bewusst gekauft haben, um mit ihnen Profit zu erzielen, statt diese tatsächlich zu fahren. Angeblich soll dies bei über 50 Prozent der Tesla-Käufer der Fall gewesen sein, während man bei anderen Fahrzeugen lediglich bei 5 Prozent der Kunden ein solches Verhalten beobachtet.