Spionage im deutschen Geheimdienst? Wegen des Verdachts auf Spionage soll jetzt ein Mitarbeiter des Bundesnachrichtendienstes festgenommen worden sein. Der Generalbundesanwalt wirft dem Verdächtigen vor, für die russische Regierung spioniert zu haben. Dem Mitarbeiter des BND wird nun Landesverrat vorgeworfen. Bei dem Verdächtigen handelt es sich um einen Mann mit dem Namen Carsten L., der im Verlauf des aktuellen Jahres Informationen an russische Nachrichtendienste übermittelt haben soll. Hier alles, was wir bisher wissen:
Im Zusammenhang mit diesem Fall sei sowohl der Arbeitsplatz als auch die Wohnung des Verdächtigen durchsucht worden. Außerdem soll es zu einer Hausdurchsuchung bei einer weiteren Person gekommen sein. Vom BND heißt es, dass man im Rahmen seiner nachrichtendienstlichen Arbeit von dem Verrat des Mitarbeiters Kenntnis erlangt und aus diesem Grund interne Ermittlungen eingeleitet habe. Nachdem sich der Verdacht erhärtet hatte, soll der Generalbundesanwalt in den Fall eingeschaltet worden sein. Weitere Details zu dem Fall wollte der Bundesnachrichtendienst mit dem Verweis auf laufende Ermittlungen nicht veröffentlichen. Denn dadurch könnten mögliche Gefahren für Kontaktpersonen der deutschen Geheimdienste in Russland entstehen, die den Spion aus den eigenen Reihen des BND offenbar enttarnt hatten.