Nach Worten des Eichstätter Bischofs Gregor Hanke hofft man auch von Seiten der Kirche auf eine schnelle und einvernehmliche Lösung. Denn in den letzten Jahren haben die Kirchen immer mehr an Mitglieder und an Einfluss verloren. Sollte sich dieser Trend fortsetzen, könnten die Kirchen zukünftig ohne nennenswerte Ablöse dastehen. In insgesamt 9 von 16 Bundesländern in Deutschland gibt es bereits mehr Nichtchristen als Christen. Zudem soll laut einer Studie von Bertelsmann aktuell mindestens jeder vierte Christ in Deutschland an einen Austritt aus der Kirche denken. Trotzdem soll der Staat auch weiterhin für die Kirchen die Kirchensteuer eintreiben und dieses Geld an die katholische und die evangelische Kirche weiterleiten. Die Kirchen in Deutschland stehen finanziell so solide da, wie nie zuvor. Im Jahr 2021 waren insgesamt 6,7 Milliarden Euro an 27 katholische Diözesen geflossen. Sogar das skandalumwitterte Bistum in Köln hatte 84,6 Milliionen Euro Gewinn gemacht. Als reichstes Bistum gilt aktuell Paderborn mit einem Vermögen von 7,1 Milliarden Euro. Auch bei der evangelischen Kirche kann man nicht meckern. Aktuell kassiert man dort jedes Jahr 5,99 Milliarden Euro an Kirchensteuer, was einem Plus von 6,6 Prozent im Vergleich zu 2020 bedeutet. Am Hungertuch nagen wird nach einer Abschlagszahlung also weder die katholische noch die evangelische Kirche.