Das Bündnis forderte, den Rettungsdienst "als relevanten Bestandteil des Gesundheitsdienstes" anzuerkennen. Auch müsse der Rettungsdienst bei Gesetzesvorhaben innerhalb der Notfallversorgung stärker berücksichtigt werden.
Hölters verlangte von der Politik eine "Ausbildungsoffensive". Mehr Menschen müssten Zugang zu den Berufen im Rettungsdienst finden. Eine Verringerung der Arbeitszeit könne nur eine kurzfristige Lösung sein, um die Mitarbeiter zu entlasten, sagte er. Reduziere man die Arbeitszeit des vorhandenen Personals, fehlten am Ende jedoch noch mehr Mitarbeiter.
Dem "Bündnis pro Rettungsdienst" gehören mehrere Verbände und Gewerkschaften an. Neben der Mitarbeiterseite der Arbeitsrechtlichen Kommission des Deutschen Caritasverbandes und dem DBRD sind ihm unter anderem auch die Björn-Steiger-Stiftung und die Deutsche Feuerwehr-Gewerkschaft beigetreten.
Derweil gingen die Tarifverhandlungen zwischen der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi und den kommunalen Arbeitgebern in die nächste Runde. Verdi will die Arbeitszeit senken und eine Obergrenze für die wöchentliche Arbeitszeit von 44 Stunden vereinbaren, wie die Gewerkschaft in Berlin mitteilte. Dazu sollte es am Montag ein Gespräch mit den Kommunalen Arbeitgeberverbänden (VKA) geben.