CDU-Politiker und NRW-Innenminister Herbert Reul bekräftigte gegenüber den Medien, dass die Bundesregierung im Rahmen ihrer Zivilschutzaufgaben prüfe, ob die vorhandenen Schutzräume noch immer Schutz vor militärischen Bedrohungen bieten könnten. Gleichzeitig kritisierte er die Dauer der Prüfung. Wenn man erst im Frühjahr Ergebnisse habe, sei dies laut Reuls Meinung zu spät. Unterdessen fordert der Politiker die Sensibilisierung und Aufklärung der Bevölkerung, damit diese einen Leitfaden erhält, wie sie sich bei einer Bedrohung verhalten soll. CDU-Politiker André Berghegger (50) kritisierte die Ausgabenfreude der Bundesregierung und warf dieser vor, dafür an Sicherheit und Bevölkerungsschutz zu sparen. FDP-Politiker Manuel Höferlin kritisierte allerdings in diesem Zusammenhang die Versäumnisse der CDU, die in den vergangenen 16 Jahren in Sachen Bevölkerungsschutz ebenfalls starke Defizite aufgewiesen habe. Von den Bundesländern wurde für die Einrichtungen und Modernisierung der Schutzräume eine Summe von 10 Milliarden Euro gefordert. Von der Bundesregierung wurde dies jedoch bisher abgelehnt. Bleibt zu hoffen, dass sich bis zum Frühjahr tatsächlich eine Lösung für dieses Problem findet.