Zahlenmäßig ist die russische Armee ihren ukrainischen Gegnern deutlich überlegen. Aus diesem Grund können sie es sich leisten eine Angriffswelle nach der nächsten zu schicken. Über Tag werden die Angriffe meist von schlecht ausgerüsteten Wehrpflichtigen durchgeführt, während die Elitegruppen der Wagner-Söldner bei Nacht angreifen. Trotzdem bietet diese Art der Kriegsführung den verteidigen Kräften einen Vorteil. Dank der enormen menschlichen Ressourcen konnte die russische Armee zuletzt in Bachmut kleine Gebietsgewinne verzeichnen. Diese haben jedoch einen hohen Blutzoll gefordert. Für die russischen Soldaten ist Bachmut das letzte Puzzleteil, um die gesamte Region Donezk unter Kontrolle zu bekommen. Die Stadt stellt einen wichtigen Verkehrsknotenpunkt dar. Für die Schlacht rund um Bachmut ist weitgehend die Söldnergruppe Wagner und deren Chef Jewgeni Prigoschin verantwortlich, der die russische Armee im Kriegsverlauf hart kritisiert hatte. Er wird alles daransetzen, die Kleinstadt mit seinen Söldnern unter Kontrolle zu bekommen, um im Ansehen von Wladimir Putin weiter aufzusteigen. Und dafür scheint den Russen das Leben von Tausenden Soldaten schlichtweg egal zu sein.