Die Initiative für das neue Schutzkonzept war in Baden-Württemberg entstanden, wo man den Bund für mehr Engagement zum Schutz der Zivilbevölkerung aufgefordert hat. Dieses Thema sei in Deutschland über Jahrzehnte vernachlässigt worden. Doch der vor Jahren noch undenkbare Krieg in der Ukraine mache nun eine Vielzahl von Maßnahmen notwendig, zu der neben klaren Anweisungen für die Bürger auch die baulichen Voraussetzungen von Alltagsgebäuden, die Prüfung unterirdischer Straßen- und Bahnsysteme zur Beherbergung von Menschen und weitere Dinge zählen, verdeutlicht Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (62, CDU). Wie Strobel verdeutlichte, habe es während des Kalten Krieges in seinem Bundesland 547 öffentliche Schutzräume gegeben, die insgesamt 400.000 Menschen Zuflucht geboten hätten. Heute habe sich das ganze auf 220 Schutzräume reduziert, die lediglich noch 176.000 Menschen aufnehmen können. Tatsächlich einsatzbereit sei jedoch keiner dieser Schutzräume. Diese müssen nämlich normalerweise eine gewisse technische Ausstattung aufweisen. Dies bedeutet, dass die Lüftung sowie die Strom- und Wasserversorgung sichergestellt sein muss. Zudem müssen an vielen der Gebäude Türdichtungen, Luftfilter und Notstromaggregate erneuert werden.