Nun wird bereits darüber berichtet, dass die neuen Häftlinge die an die Front kommen, Videos dieser außergerichtlichen Hinrichtungen zu sehen bekommen, um sie bei der Stange zu halten. Trotzdem hält dies die Männer offenbar nicht davon ab einen Ausweg aus ihrer Lage zu suchen. Von ukrainischer Seite wird davon berichtet, dass viele der Häftlinge, wenn sie in ukrainische Kriegsgefangenschaft geraten, vor allem darum bitten, bei einem Gefangenenaustausch nicht an Russland übergeben zu werden. Angeblich würden sie dort dann sofort getötet. Mittlerweile kommen Experten zu dem Schluss, dass die Rekrutierung von Häftlingen für den Krieg in der Ukraine auch für andere Russen eine Katastrophe darstellt. Denn wenn diese Männer aus dem Krieg zurückkehren, könnten sie auch wegen der Sühnung ihrer blutigen Verbrechen freigelassen werden, erklärt der ukrainische Militärexperte Alexander Kovalenko. Zudem sei die Gefahr groß, dass die Männer nach ihrem Einsatz im Krieg mit posttraumatischen Belastungsstörungen zurückkehren und in der Folge eine noch größere Gefahr für die Gesellschaft werden.