In der Vergangenheit hatte Kiew neben Waffen auch immer wieder um Geld aus dem Westen gebeten. Aktuell haben jedoch viele Mitgliedstaaten der NATO sowohl mit einer steigenden Inflation als auch mit den hohen Energiekosten zu kämpfen. Auch deshalb bietet der Fonds eine gute Möglichkeit, die Mitglieder des westlichen Militärbündnisses ein wenig zu entlasten. Berechnungen waren zu dem Ergebnis gekommen, dass die Ukraine etwa jeden Monat 4 - 5 Milliarden Dollar aus dem Ausland benötigt, um den Staatshaushalt zu stützen. Zudem steigen die Kosten durch den russischen Raketenbeschuß, weil viele der getroffenen Anlagen wiederaufgebaut werden müssen. Die Bundesrepublik Deutschland trägt einen großen Anteil an diesen Hilfen, wie NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg bereits Anfang Dezember erklärt hatte. Dieser hatte kritisiert, dass immer so getan werde, als würde Deutschland wenig bis gar nichts tun. “Es gibt wenige Länder im Bündnis, die mehr tun als Deutschland“, hatte Stoltenberg gegenüber der “Süddeutschen Zeitung“ klargestellt.