Bereits Anfang August wollten die russischen Truppen auf diese beiden Städte vorrücken. Doch dann musste die russische Armee eine verheerende Niederlage bei der Stadt Lyman hinnehmen und stieß in Bachmut auf heftigen Widerstand. Dies hat der Ukraine die Zeit gegeben, um Kramatorsk und Slowjansk zu Festungen auszubauen. Selbst bei einer ukrainischen Niederlage in Bachmut wären die Russen vermutlich nicht in der Lage weiter vorzustoßen, weil die Ukraine massive Verteidigungsanlagen installieren konnte. Trotzdem wollen die russische Armee und auch Jewgeni Prigoschin mit allen Mitteln einen militärischen Erfolg in Bachmut feiern. Dazu ist man offenbar bereit Tausende Soldaten zu opfern, die von ihren Vorgesetzten täglich in Minenfelder und Mörserfeuer geschickt werden. Fast scheint es, als würde die Schlacht um Bachmut zur Schicksalsschlacht des aktuellen Krieges werden. Wenn Russland gewinnt, könnte dies Putins Machtverhältnisse weiter stärken, während ein Sieg der Ukraine beweisen würde, dass man in der Lage ist, die besetzten Gebiete in der Ostukraine zurückzuerobern.