Die vor Ort lebenden Einwohner hatten berichtet, dass die russischen Söldner nach dem Angriff Schüsse in die Luft abgegeben haben, um ihrer Wut über den Angriff Ausdruck zu verleihen. Augenzeugen berichten, dass das attackierende Flugobjekt kaum Lärm verursacht und auch seine Positionslichter abgeschaltet habe. Insgesamt sollen 4 Bomben auf die Fabrik abgeworfen worden sein. Angeblich hätten die Bomben Nägel und andere Schrapnelle enthalten, bestätigen die Anwohner. Vor Ort verdächtigt man neben den Franzosen auch die Ukraine, will aber auch einen Angriff durch den Sudan oder das nördliche Nachbarland Tschad nicht ausschließen. Sogar die Ausweitung des lokalen Konflikts sei möglich, denn die Zentralafrikanische Republik war einst eine französische Kolonie, bis im Jahr 2013 Ex-Präsident Francois Bosize gestürzt worden war. 2018 hatte der jetzige Präsident Faustine Touadera Söldner der russischen Wagner-Gruppe ins Land geholt, die die eigene Armee ausbilden und beraten soll. Allerdings sollen die Russen vor Ort aktiv gegen die Rebellen kämpfen und dabei grausame Menschenrechtsverletzungen begehen. Vor 2 Wochen hatte der russische Präsident Wladimir Putin versprochen, dem Land mit humanitären Hilfslieferungen zu helfen. In der Zentralafrikanischen Republik sind auch Soldaten der UNO im Einsatz, deren Anwesenheit den Russen jedoch ein Dorn im Auge sind. Man muss also nun hoffen, dass dieser Angriff den Konflikt vor Ort nicht noch weiter anheizt.