Ist sein Sturz nur noch eine Frage von Tagen? Allem Anschein nach wird die Situation für den russischen Präsidenten Wladimir Putin immer aussichtsloser. Nach der Niederlage in Cherson zogen die russischen Truppen aus der vor Wochen illegal annektierten Region in der Ukraine ab. Am Montag hatte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenski die lange besetzte Stadt besucht und war von den Einwohnern gefeiert worden. Da mutet der russische Kommentar, dass man Cherson noch immer als russisches Territorium betrachte, wie eine Blamage an. Der Wind in Russland dreht sich, Experten sind sicher: "Bald hassen alle in Russland Putin für das, was er getan hat" - so ist die aktuelle Lage:
Doch damit nicht genug! Denn am Nachmittag traten beim G-20 Gipfel in Indonesien der amerikanische Präsident Joe Biden und der chinesische Präsident Xi Jingping gemeinsam vor die Kameras. Beide verurteilten nach einem dreistündigen Treffen auf Bali Russlands Atomdrohungen. Nun scheint also auch Putins wichtigster Verbündeter China immer weiter von der Linie des Kremls abzurücken. Vor allem da Putin sich im Westen immer mit der Unterstützung Chinas gebrüstet hatte, kommt das gemeinsame Statement überraschend. Angesichts dieser Ereignisse ist Kreml-Kenner Andrei Piontkowski sicher, dass der russische Präsident in einer Abwärtsspirale gefangen ist, aus der er sich selbst nicht wieder befreien kann. Nach Piontkowskis Meinung befindet sich Putin zurzeit in einer ausweglosen Lage. Denn die russische Niederlage in Cherson werde seiner Meinung nach die Stabilität der russischen Führung beeinträchtigen. Immer mehr russische Bürger würden Putin die Unterstützung entziehen. Putin kann nun nicht mehr verschleiern, dass Russland dabei ist, den Krieg zu verlieren. Viele Russen werden deshalb fragen, wer für den Krieg verantwortlich war und wieso dieser notwendig gewesen sei.