Schon am Donnerstag hatten russische Militärblogger die Offensive der eigenen Soldaten kritisiert. Die Experten kam zu dem Schluss, dass die Offensive gegen alle Logik befohlen worden sei. Weder das Wetter noch die aktuellen Bodenbedingungen seien für einen solchen Vorstoß geeignet gewesen. Zudem hätten die russische Armee zuvor nicht die ukrainische Artillerie ausgeschaltet, so dass sämtliche Angriffe einen hohen Blutzoll der russischen Soldaten fordern. Hinter vorgehaltener Hand soll ein russischer Marineoffizier zu Protokoll gegeben haben, dass allein seine Einheit seit dem vergangenen Montag mehr Soldaten verloren habe, als im gesamten ersten Krieg in Tschetschenien. Allem Anschein nach legen es die Russen darauf an in der Region Donezk einen Achtungserfolg zu erzielen. Zuletzt hatte die russische Armee in Cherson, Luhansk und Charkiw peinliche Niederlagen einstecken müssen und sich aus diesen Ortschaften zurückgezogen. Doch nun macht es den Eindruck, als wäre die russische Armee nicht einmal mehr in Donezk dazu fähig, eine gut geplante Offensive zu organisieren. Stattdessen scheinen die Verteidiger in der Lage zu sein die russischen Angriffe ohne große Mühe abzufangen.