Desweiteren wird bemängelt, dass zahlreiche Reservisten vollkommen unvorbereitet an die Front geschickt werden. Bei diesen Männern werde kein Gesundheitscheck vorgenommen und sie werden auch nicht für den Einsatz an der Front geschult. Sie sollen lediglich einen Tag zum Umgang mit den Waffen in der grenznahen russischen Stadt Belgorod geschult werden. Zudem mangele es an geeigneter Ausrüstung für die Männer. Einige der Soldaten sollen gar verrostete Gewehre erhalten haben, mit denen sie keinen Schuss abfeuern konnten. Ein Problem sei auch die Verpflegung, die für viele russische Soldaten an der Front nicht gewährleistet sei. Zahlreiche Soldaten der russischen Armee sollen trotz Krankheiten und Atembeschwerden weiter an der Front ausharren müssen. Trotz all dieser Probleme schien Generaloberst Lapin keine Gnade zu kennen. Angeblich soll dieser trotz aller widrigen Umstände einen Leutnant mit der Pistole bedroht und diesem seine Erschießung angedroht haben, falls er seine Männer von der Front zurückziehe. Der Rest der Soldaten sei von Lapin dann übelst beschimpft worden. Trotz der Gefahrensituation seien die Männer dann vor Ort von Militärpolizisten überwacht worden, damit sie auch sicher an der Front weiterkämpfen. Die Militärpolizisten sollen den Befehl von Lapin erhalten haben, alle Soldaten zu erschießen, die einen Fluchtversuch unternehmen. Nun darf man gespannt sein, ob die Absetzung von Lapin diese Probleme löst, oder ob sein Nachfolger auf diesem Posten ähnlich skrupellos durchgreift.