Bereits seit Wochen hat sich die Versorgungslage der russischen Soldaten in der Stadt verschlechtert. Deshalb erreichen kaum noch Nachschublieferungen von Waffen und Munition die Stadt. An die zuletzt von den Besatzungsbehörden angekündigte Evakuierung der Stadt glauben die ukrainischen Militärexperten allerdings nicht. Ein großer Teil der russischen Truppen wird in der Stadt bleiben und nicht wie in Charkiw die Flucht antreten, will der ukrainische Geheimdienst ermittelt haben. Stattdessen sollen die russischen Truppen in der Stadt sogar noch verstärkt werden. Der Leiter des ukrainischen Geheimdienstes Kyrylo Bundanow berichtete von einer Aufstockung der dort befindlichen Militäreinheiten. Zu einem ähnlichen Urteil kommt auch der ukrainische Militärexperte und Präsidentenberater Olexij Arestowytsch. Dieser glaubt ebenfalls daran, dass die Russen diese wichtige Stadt nicht kampflos abgeben werden. Allem Anschein nach steht also eine harte Entscheidungschlacht um Cherson bevor.