Mit 40 Jahren begann für den 1944 in der Steiermark geborenen Mateschitz ein steiler Aufstieg. Nachdem er zunächst Betriebswirtschaft studiert und für einen Zahnpasta-Hersteller gearbeitet hatte, gründete er 1984 zusammen mit dem Thailänder Chaleo Yoovidhya das Unternehmen Red Bull. Den Energy-Drink hatte er zuvor auf einer Geschäftsreise in einer Hongkonger Hotelbar kennengelernt.
Das Unternehmen mit Sitz im österreichischen Fuschl am See beschäftigt heute mehr als 13.000 Mitarbeiter in 172 Ländern. Jährlich werden fast zehn Milliarden Dosen Red Bull verkauft, der Umsatz liegt bei rund acht Milliarden Euro.
Mit wachsendem Erfolg baute der Unternehmer rund um die Marke Red Bull ein Sport- und Medienimperium auf. Er investierte unter anderem in den Extremsport und ein Formel-1-Team, das schon bald mit Champions wie Sebastian Vettel und Max Verstappen aus dem Motorsport nicht mehr wegzudenken war.
2005 wagte Red Bull den Schritt in die Fußball-Welt, investierte in den österreichischen Fußballverein Red Bull Salzburg, später auch in den RB Leipzig.
Im Jahr 2007 gründete Mateschitz in Österreich das Medienunternehmen Media House. Ein Teil des Medienimperiums geriet später wegen zunehmend verschwörungstheoretischer Tendenzen insbesondere in der Corona-Pandemie in die Kritik.
Mateschitz selbst fiel 2017 in einem seiner raren Interviews mit umstrittenen Äußerungen über die Migrationspolitik in Europa auf.
Das Magazin "Forbes" listete den Red-Bull-Gründer 2022 mit einem geschätzten Vermögen von 27,4 Milliarden Euro als reichsten Mann Österreichs. Neben einer Privatinsel auf den Fidschis besaß er auch zahlreiche Immobilien in Österreich.