Allem Anschein nach wird das Schiff nun denn irischen Marinestützpunkt Faslane passieren, wo die britischen Trident-U-Boote stationiert sind. Dann wird das Schiff weiter im Nordwesten an Irland vorbeifahren, wo sich wichtige Infrastruktur und ein Unterwasserkabel für Telefon- und Datenverkehr befindet. Über dieses Kabel verläuft ein Großteil der Kommunikation im Internet. Experten in der Materie erklären, das rund 95 Prozent des Datenverkehrs zwischen Europa und den USA über dieses Kabel abgewickelt wird. Es wäre nicht das erste Mal, dass die Russen in einen Angriff auf kritische Infrastruktur verwickelt sind. Im September waren die Gas Pipelines Nord Stream 1 und Nord Stream 2 durch Explosionen beschädigt worden. Dabei seien Löcher von bis zu 50 Metern in die Pipelines gesprengt worden. Zwar hat der Kreml jegliche Beteiligung bestritten, doch viele westliche Staaten sind der Ansicht, dass Russland hinter diesem Sabotageakt steckt. Bleibt zu hoffen, dass das russische Spionageschiff nun nicht tatsächlich einen Anschlag auf das Glasfaserkabel auf dem Meeresgrund durchführt.