Noch immer nutzt Russland den Krieg in der Ukraine dazu aus, um gestohlene Waren aus dem Land zu schaffen. Medien berichten nun von einem russischen Plan, bei dem insgesamt 1,8 Millionen Tonnen Getreide aus der Ukraine gestohlen werden sollen. Bis dato haben bereits 20 vollgeladene Frachtschiffe den Hafen von Sewastopol voll beladen mit ukrainischem Getreide verlassen. Experten bezeichnen dies als mögliches Kriegsverbrechen. Das Getreide soll von den Russen nach Syrien und in die Türkei gebracht worden sein. Außerdem wurde das Diebesgut auch nach Russland verschifft.
Um diese Diebstähle zu verschleiern, sollen die russischen Transportschiffe vor dem Beladen immer ihr Ortungsgeräte ausschalten. Wenn sie dann aus dem Hafen auslaufen, werden sie nicht auf den Karten der Ordnungsdienste aufgeführt und ihre Zielhäfen können in diesem Fall kaum mehr nachvollzogen werden. Mit dem Diebstahl von ukrainischen Getreide und anderen Waren, könnten die Russen mehr als 600 Millionen US-Dollar erwirtschaften. Kein Wunder, dass man in der Ukraine über dieses Vorgehen empört ist, wie der stellvertretende Agrarminister des Landes, Taras Visotzky, gegenüber den Medien bestätigt. Nach dessen Meinung werden durch diesen Diebstahl Tausende von Bauern um ihre Einkünfte gebracht. Zudem könnte dieses Vorgehen für ein enormes soziales Problem sorgen, weil die Landwirte gezwungen sind ihre Ernten für Dumpingpreise zu verkaufen. Experten sind der Meinung, dass die Russen durch dieses Vorgehen geltendes Völkerrecht brechen. Andere Experten wiederum sprechen sogar von einem Kriegsverbrechen, da Russland der Zivilbevölkerung durch diesen Diebstahl die Lebensgrundlage entzieht.