Die schottischen Behörden haben nun die Ermittlungen im Zusammenhang mit den zerstörten Leitungen aufgenommen. Wie die leitende Ermittlerin, Chief Inspector Jane Mackenzie, bestätigt, geht man im Augenblick von einem Unfall aus. “Wir glauben, dass das Kabel von Fischerbooten beschädigt wurde“. Allerdings kann auch Sabotage aus ihrer Sicht ebenfalls nicht ausgeschlossen werden. “Es kommt selten vor, dass wir gleich 2 Probleme ähnlicher Natur auf einmal haben“, mutmaßt die Polizistin. Im Januar soll es bereits einen ähnlichen Vorfall in Norwegen gegeben haben. Dabei war ein Unterwasserkabel zwischen der norwegischen Inselgruppe Spitzbergen und dem Festland zerstört worden. Ermittlungen hatten ergeben, dass der russische Kutter “Melkart 5“ genau an der Stelle 30-mal in einem Zeitraum von 48 Stunden gekreuzt hatte, an der das Kabel zerstört wurde. Auch auf den Shetland-Inseln ist die Angst der Einwohner vor Sabotage groß. Deshalb wird dort nun verstärkt von der Polizei patrouilliert, um die dort lebenden Einwohner zu beruhigen. Bis die Kommunikation wieder uneingeschränkt möglich ist, bittet Mackenzie die Bewohner der Inseln, ihre privaten Telefonate auf ein Minimum zu beschränken, um die Erreichbarkeit des Notrufs zu ermöglichen. Vom Festland hatten die schottischen Behörden zudem Feuerwehr und Rettungsdienste auf die Inseln geschickt.