Durch die zahlreichen Misserfolge auf dem Schlachtfeld in den letzten Monaten ist das "Institute for The Study of War" sicher, dass die Zustimmung in der russischen Bevölkerung für den Krieg immer weiter sinkt und sogar zu Konflikten führen kann. Zuletzt war es auf einem Truppenübungsplatz in Belgorod zu einem Massaker gekommen, das offenbar von zwangsmobilisierten Tadschiken verursacht wurde. Bei der Mobilisierung der Reservisten rekrutiert die russische Armee vor allem Angehörige von Minderheiten. Dies führt zu “einer virulenten fremdenfeindlichen Rhetorik gegen zentralasiatische Migranten und andere soziale Randgruppen“ in der russischen Gesellschaft, wie jetzt Experten warnen. Nach dem Attentat hatte sich der Vorsitzende der Partei “Gerechtes Russland“, Sergej Mironov, dafür eingesetzt, Bürgern aus Tadschikistan die russische Staatsbürgerschaft zu verleihen. Nach seinen Worten könne man nicht erwarten, dass sich Migranten freiwillig für ein fremdes Land opfern. Experten vermuten, dass vor allem die ethnischen Minderheiten wegen der Zwangsrekrutierung weitere Probleme für die russische Regierung heraufbeschwören können.