Dies ist eine durchaus erstaunliche Entwicklung. Sie lässt sich aber wohl dadurch erklären, dass man in Deutschland bereits seit einiger Zeit Anstrengungen unternimmt, um den Verbrauch von Gas auf ein Minimum zu beschränken. Außerdem kaufen die deutschen Gasanbieter mittlerweile auch bei anderen Quellen auf dem Weltmarkt ein. Natürlich gibt es auch traurige Gründe für den verminderten Gasverbrauch. Einige kleine Unternehmen haben sich aufgrund der hohen Gas- und Strompreise dazu entschlossen, ihren Betrieb zu schließen. Dies ist beispielsweise bei einigen Stahlwerken der Fall, wie Meldungen aus Bremen und Hamburg am Freitag zeigen. Solche erzwungenen Produktionsstilllegungen werden den Verbrauch von Gas spürbar mindern. Nicht nur die deutschen Gasspeicher füllen sich, auch in anderen europäischen Ländern steigen die Gasreserven an. Durchschnittlich seien die Gasspeicher in den EU-Ländern nun bereits zu 81,55 Prozent gefüllt. Eine negative Entwicklung gibt es jedoch auf dem Gasmarkt. Der russische Lieferstopp hat zu einem weiteren Preisanstieg geführt. Mittlerweile kostet ein Kubikmeter Gas 267 Euro. Offenbar wird der erneute Gasstopp aus Russland als das endgültige Ende der Lieferungen interpretiert. Aus diesem Grund dürften die Preise auch in den kommenden Tagen weiter ansteigen.