Nach Todesschüssen auf sechzehnjährigen Jugendlichen in Dortmund - Polizei ermittelt gegen 5 Beamte

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Nach Todesschüssen auf sechzehnjährigen Jugendlichen in Dortmund - Polizei ermittelt gegen 5 Beamte

Blaulicht (1 / 1) 01.09.2023 23:36 / Silia Symbolbild imago


Am 8. August war es in Dortmund zu einem dramatischen Zwischenfall gekommen. Ein Jugendlicher (16) hatte scheinbar versucht sich mit einem Messer umzubringen. Anschließend soll er mit diesem Messer versucht haben, die Polizisten anzugreifen, die ihm helfen wollten. Um den jungen Mann vom Selbstmord abzuhalten, waren dann Schüsse gefallen - aus einer Maschinenpistole! Später war der aus Senegal stammende Jugendliche in einem Krankenhaus gestorben. Nun wird gegen insgesamt 5 Polizisten ermittelt - hier alles, was wir bisher wissen:

Ermittlungen im Fall von getötetem Jugendlichen ausgeweitet

Ein Zwischenbericht der Staatsanwaltschaft Dortmund zu dem Vorfall war nun bereits an das Innenministerium und den Innenausschuss des Nordrhein-westfälischen Landtags geschickt worden. Offenbar sollen die Ermittlungen in diesem Fall ausgeweitet werden. Bisher wird gegen die Polizisten wegen des Verdachts auf Körperverletzung mit Todesfolge ermittelt. Nun soll geprüft werden ob man die Ermittlungen auf Totschlag ausweitet. Wie der Bericht durchblicken lässt, wird gegen 5 der bei dem Einsatz anwesenden Beamten ermittelt. Und zwar nicht nur gegen den Beamten der die tödlichen Schüsse aus einer Maschinenpistole abgegeben hat. Außerdem wird gegen eine Polizistin ermittelt die den Jungen mit Reizgas besprüht hatte und 2 weitere Beamte, die einen sogenannten Taser auf den Jugendlichen abgefeuert hatten. Zudem wird gegen den zuständigen Einsatzleiter ermittelt. Zur Zeit wird bei den Ermittlungen geprüft, an denen sich nun auch das Bundeskriminalamt beteiligt, welche Vorgänge sich am Tag des Vorfalls genau abgespielt haben. Vor dem Zwischenfall soll der Betreuer des Jugendlichen einen Notruf abgesetzt haben. Dieser hatte gemeldet, dass sich der junge Mann ein 15 - 20 Zentimeter langes Messer an den Körper hielt. Man war zu diesem Zeitpunkt von einer Selbstmordabsicht ausgegangen.

Bericht der Staatsanwaltschaft deckt Unstimmigkeiten auf