Wie der ukrainische Energiekonzern Energoatom mitteilt, sei bei einem Beschuss der Anlage die Infrastruktur beschädigt worden. Dies hat nun zur Folge, dass die Anlage betrieben wird, obwohl damit Risikostandards bezüglich Radioaktivitäts- und Feuerschutz verletzt werden. Bereits mehrfach war es rund um das Atomkraftwerk zu Kampfhandlungen gekommen. Dafür machen sich die Ukraine und Russland gegenseitig verantwortlich. Nun sollen die Bewohner von Saporischschja laut einem Bericht der britischen Tageszeitung "Sun“ Jodtabletten erhalten haben. Angeblich sei das größte Atomkraftwerk Europas sogar mehrere Stunden vom Stromnetz abgetrennt worden. Wie der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärt, hätte dies zu einem schlimmen Atomunfall führen können. Die Jodtabletten sollen im Fall eines Unfalls, bei dem radioaktive Strahlung austritt, verhindern, dass die Menschen vor Ort eine tödliche Strahlendosis abbekommen.