Berufsverbot und Haft für bayrische Ärztin! Sie vergab falsche Masken-Atteste!

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Berufsverbot und Haft für bayrische Ärztin! Sie vergab falsche Masken-Atteste!

News (2 / 1) 07.08.2023 23:33 / Simo Symbolbild imago


"Ein hartes Urteil, aber gerecht“, hatte am Samstag Gesundheitsminister Karl Lauterbach (59, SPD) erklärt. "Der kleine Aufwand, im Innenraum Maske zu tragen, kann so vielen Menschen das Leben retten. Oder sie vor chronischer Krankheit schützen. Gute Ärztinnen wissen das und schützen ihre Patienten“, verdeutlichte Lauterbach. Die jetzt verurteilte Ärztin war bereit 2020 in den Fokus der Ermittler geraten. Damals war die Praxis der Medizinerin wegen der mutmaßlich falschen Atteste durchsucht worden. Gudrun S. hatte für ein örtliche Corona-Protestgruppe falsche Atteste erstellt und im Gegenzug dafür dann eine Spende erhalten. Doch auch nach der Razzia soll die Ärztin weiterhin falsche Atteste ausgestellt haben.

Strafe wurde nicht zur Bewährung ausgesetzt

Zu dem harten Urteil ohne Bewährung war es gekommen, weil die Angeklagte ihre Fehlverhalten offensichtlich noch immer nicht einsieht. Amtsgerichts-Direktorin Christine Schäfer hatte am Freitag von mangelnder Schuldeinsicht der Angeklagten berichtet, die offenbar der Szene der Reichsbürger nahesteht. Bei ihrem Auftritt vor Gericht erklärte Gudrun S. dem "indigenen Volk der Germaniten“ anzugehören. Bis zur Rechtskräftigkeit des Urteils wurde ein vorläufiges Berufsverbot verhängt. Offenbar wollen sowohl die Verteidigung als auch die Staatsanwaltschaft Berufung gegen das Urteil einreichen. In den letzten Jahren wurden bereits mehrere Ärzte wegen dem Ausstellen von falschen Masken-Attesten verurteilt. Am Amtsgericht in Passau hatte ein Mediziner zum Beispiel eine Bewährungsstrafe von einem Jahr und acht Monaten für dieses Vergehen erhalten.