Nach dem Selbstmord der österreichischen Ärztin Lisa-Maria Kellermayr (†36) hat die Staatsanwaltschaft München nun ein Razzia bei einem Mann (59) in Oberbayern durchgeführt. Er wird beschuldigt, der Ärztin widerlichen Mails mit beleidigendem und bedrohenden Inhalt zugeschickt zu haben.
In der Vorwoche hatte sich eine österreichische Impfärztin das Leben genommen, weil sie mit den Bedrohungen wegen ihrer Haltung zu den Covid-19-Impfungen nicht mehr fertig geworden war. Jetzt wurde von der Generalstaatsanwaltschaft München und der Bayerischen Zentralstelle für Extremismus und Terrorismus (ZET) ebenfalls Ermittlungen in Zusammenhang mit den Bedrohungen gegen die Ärztin aufgenommen. Und es gibt bereits erste Ergebnisse. Mittels Durchsuchungsbeschluss wurde am Freitagmorgen eine Razzia im Landkreis Starnberg vorgenommen. Dabei waren verschiedene Datenträger sichergestellt worden, die jetzt ausgewertet werden sollen. Der Beschuldigte habe keinen Widerstand geleistet und sich kooperativ verhalten.