Unter den gefundenen Unterlagen soll sich ein Terminkalender von Britta Ernst, eine A4-Seite mit einer Outfit-Liste der Bildungsministerin und ein vertrauliches Dokument zum G7-Gipfel in Elmau befunden haben. Das G7-Dokument soll nach Angaben des "Wir" Informationen zu den Partnern der verschiedenen Staatsoberhäupter enthalten haben. So sei beispielsweise bei den Ehefrauen der Präsidenten Jie Biden und Emmanuel Macron vermerkt gewesen, dass diese Lehrerinnen seien. Bei der Ehefrau von Italiens Präsident Mario Draghi habe ein Vermerk erwähnt, dass sie die Öffentlichkeit so gut es geht meidet. Eigentlich hätte Scholz diese Dokumente wohl gar nicht mit nach Hause nehmen dürfen, denn zumindestens die G7-Dokumente seien als "Verschlusssache - nur für den Dienstgebrauch" eingestuft worden. Auch weil diese Papiere nicht vernichtet wurden, ist der Aufschrei nun groß.
Die härteste Kritik bekommt der Kanzler dabei aber aus der Öffentlichkeit. Schon kurz nachdem der Skandal bekannt wurde, hatte die Kritik in den sozialen Medien begonnen. "Es ist völlig egal wie die Dokumente gefunden wurden. Fakt ist die Schriftstücke wurden nicht ordnungsgemäß entsorgt. Das zeigt nur wie ernst Olaf Scholz SPD seine Tätigkeit als Bundeskanzler nimmt. Das muß Konsequenzen haben", schreibt deshalb ein Nutzer bei Twitter und fortdert ein Misstrauensvotum gegen den Bundeskanzler. "Amateur im Bundeskanzlerkostüm", spottet ein anderer Twitter-Users. Und natürlich wurde das Thema auch in der ausländischen Presse thematisiert. So hatte unter anderem die britische Tageszeitung "Express" übe rden Skandal mit den vertraulichen Umterlagen berichtet.