Im Anschluss an der Unglück hatten Bundespolizisten den Unfallort abgesichert. Die rund 300 Fahrgäste in dem Zug mussten von der Notfallseelsorge betreut werden und konnten den Zug erst nach einer deutlichen Wartezeit verlassen. Nach dem Unfall war auch ein Hubschrauber zum Einsatz gekommen. Warum es zu den chaotischen Szenen gekommen war, die offenbar zahlreiche Besucher dazu brachte über die Gleise zu laufen, ist bislang noch unklar und soll nun von den Behörden ermittelt werden.
Wegen der Absperrmaßnahmen nach dem Unfall war es dann auch noch zu Einschränkungen im Bahn- und Straßenverkehr gekommen. Konzertbesucher kritisierten die schlechte Organisation des Konzerts, nach dem offenbar eine Vielzahl von Besuchern rund um das Waldstadion gestrandet waren. So hatten zum Teil Hunderte Menschen auf der Flughafenstraße/Otto-Fleck-Schneise gestanden, von denen einige nach dem Konzert massiv alkoholisiert gewesen sein sollen. Wie Medien berichten soll es wohl zu Kommunikationsproblemen zwischen Besuchern, Veranstalter und der Polizei gekommen sein. Offenbar war zudem das Handynetz vollkommen überlastet gewesen.
Beschwerden über eine angeblich schlechte Organisation des Events waren bereits kurz nach Konzertende in den sozialen Medien zu lesen. Besonders heftig waren die Kommentare in diesem Zusammenhang bei Facebook und Twitter. "Nach Hause kommen wäre schön!! Hier hat die Organisation mal total versagt! Taxis kommen voll besetzt an der Warteschlange vorbei und Bahnen kommen auch keine mehr ! Traurig“, schreibt beispielsweise einer der Nutzer. Auch ein weiterer Nutzer hatte bereits vor dem Unglück vor einer Massenpanik gewarnt. Er kritisierte die mangelhafte Organisation der Ordner, die offensichtlich technisch nicht gut genug ausgestattet und auch sonst total überfordert gewesen seien. Schon zu Beginn des Monats war im Hauptbahnhof Frankfurt ein Mann von einem Zug erfasst und getötet worden.