Die Brände in Spanien hatten vor gut 10 Tagen begonnen, nachdem das Land mit einer Hitzewelle und der damit einhergehenden Trockenheit zu kämpfen gehabt hatte. Insgesamt sollen bisher in den letzten Tagen 25.000 Hektar Wald verbrannt sein. Zudem waren auch mehrere Dutzend Häuser, Gebäude und Fabriken von den Flammen zerstört worden. Mehrere tausende Menschen mussten evakuiert werden und zahlreiche Tiere waren in den Flammen verendet. Große Besorgnis äußerten die Einsatzkräfte am Montag wegen eines Brandes in Pont de Vilomara. Dieser Ort liegt etwa 50 Kilometer nördlich von Barcelona. In weniger als 24 Stunden hatte ein Brand dort bereits 1.700 Hektar Wald zerstört und zahlreiche Häuser zu einem Raub der Flammen werden lassen. Selbst in Barcelona konnte man die Rauchwolken der Brände erspähen.
In vielen Gebieten des Landes herrscht seit Monaten eine anhaltende Dürre. Dazu kommt eine extreme Hitzewelle, die in Spanien seit dem 9. Juli für Temperaturen von bis zu 45 Grad gesorgt hat. Viele der Brände wurden dann von starke Winden angetrieben. Das trockene Gelände begünstigte die Ausbreitung ebenfalls. Ein wenig Hoffnung machte die Wetterprognose, die ein mögliches Ende der Hitzewelle in Aussicht stellt. Auch in Portugal brennen zahlreiche Waldgebiete. Innerhalb einer Woche sollen dort in verschiedenen Landesteilen gut 30.000 Hektar Wald durch die Brände zerstört worden sein.