Wenn diese Test gut laufen dann wird Deutschland noch im Juli die Lieferung von 30 Gepard-Flugabwehrpanzern aus Industriebeständen an die Ukraine starten . Diese sollen dann zum Schutz von Städten und anderer sogenannter kritischer Infrastruktur in der Ukraine eingesetzt werden. Selbst die Grünen lobten die Bemühungen in diesem Zusammenhang. "Während einige nur rummosern und die Lieferung des Gepard wegen Herausforderungen bei der Munition schlechtgeredet haben, hat die Bundesregierung das Problem tatkräftig gelöst“, erklärte nun in diesem Zusammenhang die Sicherheitspolitikerin Agnieszka Brugger. In dieser Art und Weise müsse man auch bei zukünftigen Lieferungen von Waffen weiterarbeiten.
Ab sofort wird die Ampel-Regierung sämtliche Lieferungen von Waffen an die Ukraine offenlegen. Damit wolle man sich der Praxis von anderen engen Verbündeten, wie beispielsweise der USA, anschließen, verdeutlichte Regierungssprecher Steffen Hebestreit. Ab sofort soll eine öffentliche Liste alle Waffen und andere Rüstungsgüter einsehbar sein, die an die Ukraine geliefert wurden oder deren Lieferung offiziell abgesegnet wurde. Diese Liste war zuvor lediglich für die Abgeordneten des Bundestages in der Geheimschutzstelle einsehbar. Vor allem aus der Unionsfraktion von CDU und CSU war die Bundesregierung zuletzt häufig wegen angeblich nicht ausreichender Waffenlieferungen an die Ukraine kritisiert worden. Kanzler Olaf Scholz hatte auf die Kritik mehrmals geantwortet, dass auch Deutschland immer noch verteidigungsfähig bleiben müsse. Dieser Argumentation hatte sich auch Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) angeschlossen.